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Rodin

Die Kurzberatung ist für diejenigen, die eigentlich eine Psychotherapie wollen oder brauchen und sich in die philosophische Praxis verirrt haben und weitervermittelt werden müssen oder sich eben für eine philosophische Bearbeitung ihrer Probleme entscheiden wollen. Der Unterschied liegt darin, dass die philosophische Praxis nicht diagnostiziert, Störungen nicht kategorisiert (pathologsiert) und vor allem das psychologische Vokabular nicht anwendet. Wer sich da verunsichert fühlt, muss einen Psychologen oder Psychiater aufsuchen. Die philosophische Praxis verhält sich gegenüber beiden Disziplinen kritisch und durchleuchtet ihre Methoden. Sie kann auch nur feststellen, dass trotz Zunahme von psychischen Erkrankungen eine Heilung mit den derzeitigen Konzepten gar nicht oder nur oberflächlich möglich ist. Natürlich werden auch Menschen durch die Psychoanalyse geheilt, wenn die Störung diesen Paradigmen entspricht. Freud ist meiner Meinung nach nicht verallgemeinerbar, obwohl  sich Freudianer durch die Neurowissenschaften bestätigt sehen.


Besonders untauglich ist das psychiatrische Konzept für eine Problemlösung, da es nicht auf den Kranken und seine individuelle Erkrankung (Ursachen) eingeht oder eingehen kann. Die philosophische Praxis setzt aber zumindest ansatzweise den "gesunden Menschenverstand" (ich sage das nur mit äußerster Vorsicht) voraus, der ja durch schwere Erkrankungen jeder Art gestört sein kann. Aber das heißt nicht, dass der Erkrankte nicht doch die Kraft haben könnte, noch eine individuelle Lösung für sein Lebensproblem finden zu können - gegen oder gemeinsam mit den herkömmlichen Behandlungsmethoden. Das psychologisch-psychiatrische Konzept ist eins der Deindividualisierung und hoffnungslosen Überbewertung von (virulenten) Gruppen. Außerdem beruht dieser Ansatz auf negativer Pathologisierung. Die psychiatrische Diskriminierung von Kranken kann hier nur andeutet werden. Die philosophische Praxis kann eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Methoden sein oder ein Alternative.  Ein Gespräch wird den besten Weg erarbeiten.

Aber zu psychischen Verletzungen muss es nicht gekommen sein, auch wenn diese Erkrankungen zunehmen, weil wir in der westlichen Welt rücksichtsloser werden und Zusammenhänge ignorieren. Es können auch die Fragen nach dem Sinn des Lebens und des Wertes der eigenen Person sein, die in der philosophischen Praxis in den Mittelpunkt rücken. Das eigene Lebensgefühl kann deutlicher thematisiert und produktiv umgesetzt werden in Arbeit, Kunst/Musik/Literatur und in der Liebe. Entwickeln wir also gemeinsam einen Eindruck für den höheren Sinn unseres Lebens.

Die Voraussetzung für die philosophische Praxis ist die Bereitschaft zum Nachdenken.