Du bist nicht dein Gehirn (Deepak Chopra)
Eine Stellungnahme gegen den Biologismus
Ein
psychisch kranker (verletzter) Arzt hat sich über eine Schweizer
Sterbehilfeorganisation
das Leben genommen, weil Ärzte ihn als unheilbar einstuften. Ich
betrachte die gesamte Tragödie als Bankrotterklärung der
biologistischen und materialistischen Schulmedizin, was das Thema
psychische Erkrankung (Verletzung)
betrifft. Es handelt sich nicht in erster Linie um Erkrankungen des
Gehirns, sondern
des Menschen, der durch etwas oder jemanden verletzt, überfordert,
traumatisiert, extrem gestresst wurde. Wir müssen
auch aufhören, Schmerz (Leid) als Erfahrungspotential zu sehen, was in
reaktionären
Kreisen immer noch der Fall ist: Es ist ein Gefahrenpotential für den
Betroffenen und muss rechtzeitig erkannt werden, damit Gegensteuerungen
möglich werden. Wer die Verursachung und Verursacher seiner Krankheit
erkennt, hat eine
große Chance, gesund zu werden, indem er den Fehler begreift (auch den
eigenen) und loslassen kann, loslassen muss, was vor allem durch die
Meditation möglich ist.
Mir
geht es deshalb bei der Bezugnahme auf
den Buddhismus hauptsächlich um die Strategie des Leidvermeidens, das
Voraussetzung
für die empathische Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung einer
spirituellen
Grundhaltung, eines spirituellen Bewusstseins ist und dadurch die
Gesundheit fördert. Im Westen geht es
aber um Selbstverwirklichung und
nicht um Selbstaufgabe. Die Haltungen unterscheiden sich aber nur
vordergründig: Selbstüberwindung oder -relativierung, wie sie im
östlichen Denken angestrebt wird, ist
von Zeit zu Zeit ratsam,
da man so in Distanz zu sich selbst treten kann und der objektiven
Wirklichkeit näher kommt über die Leere des meditativen Seins. Unter
Leere sollte man nicht die Leerheit verstehen, denn die hat eine
pathologische Konnotation. Die Leere bedeutet Freiraum. Diese
Perspektivenerweiterung ist heilsam auch im Sinne einer
Relativierung
des
eigenen Leidens: Sie ist an sich schon eine Befreiung, wenn auch nicht
die ganze Freiheit. Wir wollen weiterkommen, uns entwickeln,
unser Potential und unser Selbst entfalten, etwas bewirken auf der
Grundlage einer
halbwegs konstanten Selbstvorstellung entsprechend der jeweiligen
Einsichten. Das
ist wohl auch der
Grund, warum der Dalai Lama rät, man solle seine eigene Religion
bewahren, wenn die nicht ohnehin buddhistisch ist. Aber darum geht es
nicht. Wer eine Religion braucht, um seine Spiritualität vermeintlich
zu sichern, soll dies tun. Ich weise hier aber darauf hin, dass
Religionen vieles enthalten, was nicht mit höchster Spiritualität
verträglich
ist und auch nicht mit ihrem höchsten Ausdruck: des Mitgefühls, der
Verbundenheit und der Erfahrung der All-Einheit. Der
Buddhismus
bezeichnet das Selbst im Sinne eines Unveränderlichen als Illusion. Die
Entdeckung der Neuroplastizität des Gehirns gibt dieser Auffassung
in gewisser Weise Recht. Die westliche Schulmedizin hingegen versucht
die Psyche an Gene
zu binden. Weil ihr auch der Schlüssel zur Transformation fehlt,
predigt sie Determismus und versperrt den Heilungsweg. Peter Breggin
spricht
von den Methoden der psychiatrischen Medizin auch als "brain-disabeling
strategies". Und: Wer nicht heilt, hat nicht recht!
Die
höchste
buddhistische Tugend ist die
Karuna, die heilende Hinwendung und nicht die oft diskreditierenden
Festlegungen aufgrund methodologischer
und ideologischer Schwächen des westlichen Denkens. Spiritualität ist
die Erfahrung der
höchsten Einsicht, der Achtung, des Mitgefühls, des Friedens, der
Freiheit und des empathischen Verständnisses. Was heute als normal
gilt, ist nicht
selten der Wahnsinn des Homo Demens (Michael Schmidt-Salomon), das
Resultat von Unfähigen und Denkfaulen, den ewig Gestrigen, die sich
hinter Konventionen verstecken und für viel unnötiges Leid sorgen,
insbesondere wenn sie an der Macht sind. Es
kann auch keinen strafenden Gott geben, denn dies widerspricht ihm
selbst. Der normale Wahnsinn, den wir aushalten müssen, gibt genug
Anlass,
wirklich den Verstand zu verlieren (Lessing). Wer in seinem Leben das
höchste
Bewusstsein erfahren
hat, wird den Verlust kaum ertragen, den uns dieses (westliche,
ausbeutende) Leben in weiten Teilen
abverlangt wegen vermeintlicher Zwänge. Wer sich hingegen
einlassen kann und seine
Mitgestaltungsmacht begreift, verfällt nicht der unfreien Ohnmacht.
"Wahnsinn ist, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich
etwas ändert" (Albert Eisntein)
Der
Buddhismus sagt,
dass Leiden im Leben nicht immer vermeidbar ist. Das heißt aber nicht,
dass sich Menschen
deshalb absichtlich gegenseitig Leid zufügen dürften. Wenn die Folgen
meiner
Handlungen ein "Karma" (das unfehlbare Gesetz von Ursache und
Wirkung) verursachen, habe ich die Pflicht, eine Analyse des (auch
meines)
Handelns oder Nichthandelns vorzunehmen. Kritik ist ein erster
trennender
Schritt, ein Loslassen von dem, was verletzt. Verletzung ist kein
Konzept, sondern Ausdruck wiederum eines unerlösten Karmas und
geschieht oft aus Mangel an
klärender Kommunikation, an Verständigung auch und vor allem, wenn es sich um
Andersdenkende handelt. Pluralismus muss muss als Meinungsvielfalt
kommuniziert
werden dürfen, nicht nur damit die Demokratie lebendig bleibt, sondern
damit
wir Freunde bleiben und nicht Feinde werden. Wer daran mitarbeitet,
Menschen mundtot zu machen und Denkverbote zu erteilen, macht sich
schuldig.
Zu
glauben,
das
Ursache-Wirkungsgesetz bleibt inaktiv, wenn ich nichts tue, ist naiv
oder
einfach nicht besonders intelligent. Karma bedeutet nicht Fatalismus,
sondern impliziert die Fähigkeit, schöpferisch etwas Neues anzufangen,
weil ich
die Ursache-Wirkungskette erkannt habe und damit dasjenige, was
belastet, beschwert und begrenzt. Ich kann und muss das Gewordene als
verursacht begreifen und kann eingreifen, mich lösen und Blockaden auch wieder aufheben. Reines Coaching, ohne die
Ursachen des Entstandenen nicht
genau untersucht zu haben, schafft keinen anhaltenden Fortschritt in
den Entwicklungen, Erkenntnissen und Handlungen. Es geht nicht um einen
gewöhnlichen
Geist, sondern um einen mit besonderen Erkenntnissen über die Natur des
Geistes ausgestatteten, seines Potenzials und seiner heilsamen Zustände wie Liebe,
Mitgefühl, Vertrauen, Durchblick, Güte, Gelassenheit, auch ohne sich einem Meister,
Lehrer
oder Guru anschließen zu müssen. Vielmehr steht die Aktivierung der
Selbstkompetenz im Vordergund und keine neue Abhängigkeit oder
Autoritätsgläubigkeit.
Die
Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet eine ganzheitliche Stärkung des
Ichs bzw. des spirituellen Selbsts - nicht im Sinne von zunehmender Egomanie, sondern seiner
Erkenntnisfunktionen-, das sich profilieren will, um eigene Ziele
umsetzen zu können, ohne in große Konflikte mit anderen zu geraten,
und die Frage klärt, welche Aufgabe der Einzelne in der Gesellschaft
übernehmen möchte oder welchem Auftrag er sich verpflichtet
fühlt. Jeder Mensch hat eine "Berufung",
wenn er aufmerksam genug ist, diese zu erkennen oder vielmehr lernt,
Erkenntnisse in Handlungen umzuwandeln.
Im
Gespräch soll diese "Berufung" (nicht im Sinne von Bestimmung zu
verstehen sondern als sinnvolle Aufgabe) herausgestellt und Schritte zur Verwirklichung überlegt
werden.
Es sollte klar geworden sein, dass jedes Leben einen Sinn hat, der mir
aber durch allzu großes Leid und fixierte Wahrnehmungsmuster abhanden
kommen kann. Es geht also nicht nur darum herauszufinden, wer ich
bin, sondern wozu ich hier bin. Ich kann mich und meine "Berufung" erst
wieder
unverfälscht erkennen, wenn ich die karmische Sicht der Dinge aufgeben
kann, die die Wahrheit (meine Wirklichkeit) verstellt. Gespräche, das
Lesen von Büchern, Reflektion und
Meditation (Relativierung des Selbsts)
bringen den Menschen dieser Wahrheit (der eigenen und der allgemeinen)
wieder näher. Sind wir
beeinträchtigt, sollte man sich der visuellen Dominanz (in den meisten
Fällen) bewusst werden und das Schöne suchen und aufnehmen. Die
Aesthetik des Nichtalltäglichen (Kunst/Musik) sollte in den Tag
integriert
werden. Das Verhältnis von Bewusstsein und Wahrnehmung kann dadurch
positiv verstärkt werden.
Das
Ziel der Unternehmung ist die Transformation des Geistes, der in der
Lage ist, selbst den Organismus mit entsprechenden Informationen
bis in den Bereich der Gene (Epigenetik) neu zu prägen. Auch hier gibt es keinen
Determinismus, wenn auch Schulmediziner immer wieder darauf
bestehen,
dass Krankheiten genetisch bedingt seien. Es gibt keine Notwendigkeit,
dass sie ausbrechen, sondern nur Wahrscheinlichkeiten, die
beeinflussbar sind. Der Geist entwickelt in der Spiritualität seine
höchste Energie und ist so in der Lage umzuorganisieren. Überlassen wir unser Bewusstsein nicht den
Naturwissenschaftlern, die in Bezug auf seelische Erkrankungen und
ihrer
Heilung oder auch hinschtlich mentaler Gesundheit nicht viel zu sagen
haben, es sei denn, es handdelt sich um Quantenphysik. Die Freiheit, die eigenen Bedingtheiten zu verändern, ist eine
der Ursachen für Veränderungen in der Welt.
Everybody is free to make a difference in this world (Raul Midon)
Man kann selbst viel im Sinne einer Vorsorge und Selbsthilfe tun: Ratsam für jeden, der
sein Leben ändern oder gesund werden will, sind folgende Maßnahmen:
Heilung über Gedanken, die Quantenheilung ermöglichen und den Organismus in eine heilende Frequenz bringen.
Meditationen
(hier unter den vielen Möglichkeiten die geeignete finden), die
Freiraum schafft für Neues und den Organimus positiv transformiert
sowie Raja Yoga (bewusstes Anhalten von Gedanken zugunsten bewusster
positiver)
Sich von
unguten Einflüssen befreien durch Mindethik, aber offen bleiben für
andere Perspektiven (nicht in die reine Abwehrhaltung geraten)
Geistesschulung
durch Aufmerksamkeit (Beobachtung)/ Konzentration (Lesen, Schreiben,
Denken etc. ), Aesthetik
Dialogisches
Denken mit einem Menschen Ihres Vertrauens, Reflexion (Aufdeckung von
Ursache-Wirkungsgesetzen, ohne in deren "Strafkolonie" (Konrad Stauss)
zu geraten), Quellen der Verletzung, der Beeinträchtigung erkennen,
analysieren
und auflösen
Yoga/Pilates
für eine achtsame Kontrolle des eigenen Organimus: Dehnung und
Aktivierung des Körpers, Atmung als bewusste Beeinflussung und
zur Gewinnung von Energie sowie auch holotropes Atmen nach Stanislv Grof für die Selbsterforschung
Homöopathie, der Therapie durch Information
Ernährungsbewusstsein (z.B. keine Fertignahrung) und Ernährungsmedizin (auch Verabreichung von Nährstoffen, Aminosäuren etc. bei
psychischen Erkrankungen als orthomolekulare Komplementärmaßnahme).
Entwicklung
eines spirituellen Bewusstseins, das die universelle Weisheit und das
große Ganz im Auge hat. Universelles Bewusstsein oder GEIST/GEIST
Bewusstsein (Ken Wilber) befreit aus der Enge der Egoperspektive und
öffnet das System für neue Möglichkeiten

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